W3C aktuell: HTML5 nun offiziell als neuer Standard freigegeben

W3C und HTML5

Am 28.10.2014 verkündete das “World Wide Web Consortium” (kurz W3C) eine neue Ära der Internetentwicklung. Einst sollte der neue HTML-Standard im Jahr 2020 freigegeben werden, doch dann kam der “Plan 2014“, der diese Entwicklung drastisch beschleunigte. Passend zum diesjährigen 20. Geburtstag des W3C gibt es also einen weiteren Grund zum Feiern.

Vereinzelte Befehle des HTML5 gibt es bereits seit mehreren Jahren. Als Vorreiter gilt dabei der Browser “Mozilla Firefox”, der als einer der ersten Browser z.B. das <audio>-Tag implementierte. Mittlerweile bieten alle gängigen Browser die Grund-Funktionalitäten des HTML5 an und können die Auszeichnungen für <header>, <footer>, <nav>, <section> oder auch <article> fehlerfrei darstellen. Bis zur endgültigen und vollständigen Implementation wird es aber noch eine Weile dauern.

Eine Übersicht zu den neu eingeführten Elementen und sonstigen Neuheiten im HTML5 finden Sie auf der Seite http://selfhtml5.org.

Nach der Freigabe des neuen Standards konnte man fast überall in den einschlägigen Blogs, Nachrichtenseiten oder Foren lesen, dass sich mit der Einführung von HTML5 alles ändern wird –  Eine einheitliche Auszeichnungssprache, die besonders für Entwickler eine große Erleichterung sein soll.

Doch was wird sich ändern?

Es ist die Rede, dass Hacks und Fallback-Weichen der Vergangenheit angehören. Die Darstellung der Elemente solle nun einheitlich sein, was sicherlich speziell in Bezug auf den Internet Explorer zu verstehen ist.

Zusammenfassend muss man aber feststellen, dass HTML5 eben nur die Struktur einer Seite beschreibt, sowie deren Elemente. Die optische Aufwertung bleibt nach wie vor im Dienste der Cascading Style Sheets, kurz CSS. Wenn man dies bedenkt, wird schnell klar, dass es durch den neuen Standard für die Entwickler nicht zwingend einfacher wird. Hacks und Browser-Weichen werden weiterhin eine Notwendigkeit bleiben, um die Darstellung einer Webseite auch für alle gängigen Browser darstellbar zu machen.

Natürlich sollte man in dem ganzen Hype um PRO und CONTRA, auch die positiven Aspekte von HTML5 nicht vergessen. Zum einen wird die Struktur einer Seite damit wesentlich differenzierter und übersichtlicher. Auch Suchmaschinen haben es leichter, die wesentlichen Inhalte einer Seite zu erfassen, zu analysieren und eine Wertigkeit festzulegen. Weiterhin gibt es neue Elemente für Eingabe-Optionen, die zudem eine höhere Sicherheit bieten. Auch ist HTML5 besonders für barrierefreies Webdesign konzipiert.

Fazit: HTML5 bietet viele Möglichkeiten. Ob und wie diese flächendeckend genutzt werden können, wird sich erst zeigen, wenn alle Browser die neuen Elemente vollständig implementiert haben.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *